Donnerstag, 19. Juni 2014

Die letzten Tage in Feldberg

Mein Feldberg-Praktikum nähert sich nun schon dem Ende. Wahnsinn, wie die Zeit verfliegen kann. Aktuell habe ich sehr viel zu tun. Fotografen von A nach B fahren, einweisen, wieder abholen etc.. So bleibt leider nicht ganz so viel Zeit um selber zu fotografieren, während um mich rum die Natur förmlich explodiert und sich eine Fülle an Motiven bietet.



Trotzdem nutze ich jede freie Minute um mir die Kamera zu schnappen und los zu ziehen. Besonders in den späten Abendstunden, wenn die Sonne schon untergegangen ist, streife ich durch die Gegend.
Auf jedem dieser Ausflüge, bin ich aufs neue begeistert, wie vielfältig und schön die Natur hier in der Feldberger Seenlandschaft ist. Und das nach nun schon 2 einhalb Monaten Aufenthalt. 



Wenn ich nächste Woche die Heimreise antreten muss, kann ich mit Sicherheit sagen, dass das nicht der letzte Besuch hier im wilden Osten Deutschlands war.


Donnerstag, 29. Mai 2014

Neues von der Ostfront - Natur im Aufwind

Es ist Wahnsinn! Hier in Mecklenburg raubt einem die Natur fast den Atem. Die Natur in der Feldberger Seenlandschaft ist so vielfältig, dass man sich über Monate in Projekten vertiefen kann, ohne dass einem langweilig wird. Ich will an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren, sondern lieber Bilder sprechen lassen...


  


 




 



  

Samstag, 17. Mai 2014

Invisible - Tarnung und Camouflage in der Naturfotografie

"Wie bist du denn so nah an ein Wildtier herangekommen?" oder "So nah hab ich diesen Vogel noch nie gesehen, warum haben die bei dir keine Angst?" - diese oder ähnliche Fragen, hören wir als Naturfotografen immer wieder. Dabei ist Nähe zu Wildtieren kein Zauberwerk! Natürlich gibt es bestimmte Regeln und Taktiken, welche man kennen und an die man sich halten muss. Um diese soll es im folgenden Artikel gehen.



Tarnzelt
Der Markt für Tarnungs- und Camouflageartikel ist reich gespickt mit verschiedensten Produkten. Da gibt es zum einen das klassische Tarnzelt, welches wohl eines der ältesten und bewährtesten Möglichkeiten ist, um sich unsichtbar, "unvisible" zu machen. Dieses kann man mit einem Unterbau auch als schwimmendes Tarnzelt nutzen.

Vorteile:
Ein Vorteil im Tarnzelt ist das freie Bewegen innerhalb des Zeltes. Bewegungen innerhalb des Zeltes bleiben durch die starre Seitenwände und die zumeist dunkle Innenseite des Zeltes im Dunkel.

Nachteil:
Es hat jedoch oft den Nachteil zu sperrig, zu groß und zu auffällig zu sein. Zudem versagt es bei nicht ebenem Untergrund und bodennahen Perspektiven.

 

Überwürfe:
Eine andere Möglichkeit sich zu verstecken sind Tarnüberwürfe. Hier sind zum einen der Kwik Camo zu nennen, welcher einfach über den Fotografen geworfen wird oder auch Tarnhüte, welche wie im Namen zu erkennen aus einem Hut und einem daran genähten Überwurf bestehen. Zuletzt zähle ich hierzu auch Tarnplanen, seien es alte NVA Planen oder Bundeswehr Stoffe.


Vorteile:
Überwürfe sind fast überall einzusetzen, sie sind zumeist leicht und handlich. Außerdem kann man diese bei jedem Untergrund benutzen und ist nicht auf viel Platz angewiesen. Man kann sie zuletzt auch zweckentfremden und als Sichtschutz aufhängen ohne direkt darunter sitzen zu müssen

Nachteile:
Diese Tarnvarianten sind relativ windanfällig. Dazu muss man sich relativ vorsichtig unten ihnen bewegen, da jede Bewegung direkt auf die Tarnung übertragen wird. Man ist daher sehr eingeschränkt.



Tarnkleidung
Die einfachste Möglichkeit sich zu Tarnen bleibt sicherlich die Kleidung, welche man anzieht. Von der einfachen schlichten unifarbenen dunklen Kleidung bis zum Hightech Ergotarn Anzug bietet die Tarnindustrie die verschiedensten Möglichkeiten sich hier zu bedienen. Ich habe mich hier für zwei Lösungen entschieden. Eine Tarnhose und Tarnjacke sind gut um in der Natur unterwegs zu sein. Zum Ansitzen jedoch nutze ich einen Ghillie Suit, einen Snipertarnanzug, der auch in Armeekreisen benutzt wird. Man sollte sich damit zwar nicht im nächsten Supermarkt zeigen, davon einmal ab ist der Anzug aber Spitze!

Vorteile:
Uneingeschränkte Bewegungsfreiheit bei großer Vorsicht. Zudem braucht man keine zusätzlichen Tarndinge. Zumeist wird diese Tarnungsform jedoch nicht ausreichen

Nachteile:
Jede Bewegung wird als solche registriert. Zudem ist dabei drauf zu achten, gerade Gesicht und Hände ebenfalls zu tarnen. Hierbei ist auch der Wind zu berücksichtigen, gegen welchen man sich immer Wildtieren nähern sollte damit sie einen nicht wahrnehmen.








Auto
Das Auto ist sicherlich eines der seltsamsten Tarnmöglichkeiten für einen Naturfotografen. Es passt nicht recht ins Bild eines echten Naturburschen. Dennoch ist auch das Auto sehr praktisch in manchen Gebieten und ist auch weitaus naturverträglicher als man zuerst denkt.

Vorteile:
Man ist mobil und kann die Perspektive wechseln. Zudem hat man die Möglichkeit an einem Tag auch mehrere Arten zu fotografieren.

Nachteile: 
Ohne zusätzliche Tarnung erkennen Tiere einen recht schnell, sodass auch hier der Fluchtreflex greift. Man sollte daher immer das Auto mit weiteren Tarnmöglichkeiten kombinieren...

Dienstag, 29. April 2014

Wild Wild East - Das Naturwunder Deutschlands

Florida, Camargue, Norwegen, Yellowstone - die Orte für gute Naturfotografien liegen zumeist weit weg. Es gehört nicht nur eine gute Portion Organisation, sondern auch eine Stange Geld um zu diesen Orten zu kommen. 

Doch es gibt Alternativen und diese liegen oft näher als man denkt. Einer dieser Punkte, an welchem man Fotos erstellen kann, welche absolut außergewöhnlich sind, ist der Nordosten Deutschlands. Besser gesagt: die mecklenburgische Seenplatte. Tausende von kleinen Seen und Mooren haben dort ein Refugium seltener Pflanzen und Tiere geschaffen. Ein ganz besonderes Gebiet ist dabei der Naturpark Feldberger Seenlandschaft, welcher östlich vom Müritz Nationalpark liegt. Dort zwischen den Spuren der letzten Eiszeit hat es uns, Hermann und Kevin, schon oft hingezogen. Kevin verbrachte dort 12 Monate Freiwilligendienst als Naturwächter und kennt die Gegend wie seine Westentasche. Hermann verbringt im Moment 3 Monate in der Gegend und hilft einem guten Freund von uns bei der Umsetzung seiner Ideen:

 

Die Gegend hat nämlich nicht nur den unschätzbaren Vorteil einer einzigartigen Natur, sondern auch einen professionellen Anbieter von Fotoexkursionen und naturkundlichen Führungen: die Firma Ranger Tours, betrieben von Fred Bollmann. Dieser setzt sich seit Jahren für die Natur ein, war früher selber in der Forst beschäftigt und danach ebenfalls Ranger im Naturpark. Noch heute gehört neben seiner Arbeit für Fotografen die Kartierungsarbeit, das Aufbauen von Horsthilfen und die Schaffung neuer Brutplätze zu seinen Hauptaufgaben. 

Hermann hat sich vorgenommen dort ein 3 monatiges Projekt zu verbringen. Erste Ergebnisse aus diesem Projekt seht ihr hier. Seid gespannt auf mehr!



  

Donnerstag, 6. März 2014

Lauter Geräusche - Der Frühling

Knatsch, Knatsch, Knatsch... Bei jedem Schritt meines Stiefels im Winter, gibt es dieses typische Jahreszeiten Geräusch. Das Auftreten von starkem Profil auf dem Schnee. Dieses Jahr hörte man dieses Geräusch bei uns im Ruhrgebiet praktisch nie. Wir freuten uns auf die kalte Jahreszeit und auch auf die damit einhergehenden Fotomöglichkeiten. 




Das diese nun ausgefallen sind, ist aber gar nicht so schlecht. Nach zwei überdurchschnittlich harten Wintern sind Arten wie Turmfalke, Schleiereule und Eisvogel vieler Orts so stark dezimiert worden, dass eine Atempause sehr nötig war und nun zur Stabilisierung der Bestände beitragen kann. Daher ist es zumindest für die Natur nicht allzu schlimm,dass der Winter 2013/14 bei uns (extrem mild) ausfiel.





Geräusche hört man dennoch. Es ist das verfrühte Balzen der Zaunkönige, Rotkehlchen, Amseln, Goldammer und Heckenbraunellen. Auch der Eisvogel ist den Rufen nach zu urteilen schon voll in der Balz. Überall sprießen Frühblüher aus dem Boden und schaffen den visuellen Rahmen für die Bühne der Vögelgeräusche. Es ist ein Genuss und ein Privileg dies Jahr zu Jahr erleben zu dürfen.